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Blut ist ein besonderer Saft

02.05.2016

Stefanie Fritzsche

Es ist bis heute noch nicht gelungen, einen dem Blut ebenbürtigen Ersatz, eine Art künstliches Blut für die Anwendung am Patienten zur Transfusion, herzustellen. Wissenschaftler bezeichnen Blut als flüssiges Organ.

Unser Blut besteht aus zwei Hauptbestandteilen: der Blutflüssigkeit (= Blutplasma) und den zellulären festen Bestandteilen. Zu den festen Bestandteilen, den sogenannten Blutzellen, zählen die roten (Erythrozyten) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten). Die Blutzellen werden im Knochenmark gebildet.
Jede Zelle und jedes Teilchen hat im Blut eine notwendige Funktion, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutstillung und den Wärmetransport innerhalb des Körpers. Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Aufgaben und Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Es ist durch nichts zu ersetzen. Darum ist es auch so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und Verletzte spenden.

Die Bestandteile des Blutes
Rote Blutkörperchen (Erythrozyten)
transportieren den Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen und Kohlendioxid zurück zur Lunge. Sie enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, ein Protein, dass den Sauerstoff in der Lunge bindet und in alle Teile des Körpers transportiert, beispielsweise zu den Muskeln und inneren Organen. Im Körper eines Erwachsenen gibt es etwa 25 Billionen. Die Erythrozyten leben im menschlichen Körper durchschnittlich 120 Tage und werden von der Milz und der Leber abgebaut. Gespendete Erythrozyten sind, abhängig von der Nährlösung, 35 bis 42 Tage haltbar.

Blutplättchen (Thrombozyten)
sind lebenswichtig für die Blutstillung (Gerinnung) und bilden die Grundlage für die Wundheilung. Über eine Billion kleinster Blutzellen zirkulieren im Blutkreislauf. Sie werden in der Milz und Lunge abgebaut, geringfügig auch in der Leber und nach sieben bis zwölf Tagen ersetzt. Gespendete Thrombozyten sind 4 bis 5 Tage haltbar.

Blutplasma ist die Blutflüssigkeit
Das Blutplasma macht etwa 55 Prozent des Blutes aus. Es besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Die restlichen zehn Prozent enthalten Nährstoffe sowie Faktoren für die Blutgerinnung und die Infektionsabwehr. Die Nährstoffbausteine (Traubenzucker und Aminosäuren) werden mit dem Blutplasma zu allen Körperzellen transportiert, denen sie als Energielieferant und Aufbaustoff dienen. Auch Mineralstoffe, Vitamine und Hormone werden mittels des Plasmas im Körper verteilt. Im Blutplasma wird auch ein großer Teil der im Körper entstehenden Stoffwechselendprodukte, wie z.B. Kohlenstoffdioxid, zu den Ausscheidungsorganen, wie der Lunge, gebracht und ausgeschieden. Darüber hinaus ist das Blutplasma für den Wärmetransport innerhalb des Körpers zuständig. Es wird innerhalb von sechs Stunden vom Körper ersetzt. Gespendetes Blutplasma lässt sich tiefgefroren bis zu zwei Jahre lagern.

Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)
gehören zum Immunsystem und erfüllen spezielle Aufgaben in der Abwehr von Krankheitserregern und körperfremden Strukturen. Sie bilden entsprechende Antikörper. Die Leukozyten haben im Kreislaufsystem eine unterschiedliche Lebensdauer, von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten. Gespendete Granulozyten sind nur wenige Stunden haltbar.

 

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Johannes 11.08.2016, 10:36 Uhr

Für die Vollblutspende wird der Haemoglobingehalt (Hb-Wert) bestimmt und muss einen Mindestwert erreichen, schön wäre den Beitrag "Blut ist ein besonderer Saft" um den Abschnitt Haemoglobingehalt in Blut zu ergänzen.

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