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Blutbarometer gibt Auskunft über den aktuellen Tagesbestand

01.09.2016

Stefanie Fritzsche

Rund 2.700 Blutspenden werden täglich in Baden-Württemberg und Hessen benötigt, um die Krankenhäuser in den beiden Bundesländern mit den notwendigen Präparaten zu versorgen – und dies in den unterschiedlichen Blutgruppen. Allein 3,5 Millionen Erythrozytenkonzentrate sind 2015 in den deutschen Kliniken zur Behandlung von Kranken und Verletzten verbraucht worden; etwa in der Krebstherapie, bei Herzerkrankungen oder bei Unfällen. Für alle diese Behandlungen müssen an verschiedenen Standorten des DRK-Blutspendedienstes genügend Blutspenden vorgehalten werden. Dabei hat das Blut nur eine begrenzte Haltbarkeit. Die roten Blutkörperchen halten 35 Tage, die Blutplättchen sogar nur vier Tage. Das Plasma ist tiefgefroren bis zu zwei Jahren haltbar.

Wie sieht die Blutversorgung in Baden-Württemberg und Hessen aktuell aus?

Grundsätzlich ist jede Blutspende wichtig, damit wir den Patienten in den Krankenhäusern helfen können. Aufgrund der unterschiedlichen Blutgruppenverteilung in der Bevölkerung ist auch die Menge an benötigten Blutspenden je Blutgruppe verschieden. Hinzu kommen noch die äußeren Einflüsse etwa wenn es im Sommer sehr heiß ist,  schwierige Witterungsbedingungen im Winter herrschen oder in der Ferienzeit viele Stammspender verreist sind. In diesen Zeiten rufen wir dann verstärkt zur Blutspende auf. Damit Sie sich tagesaktuell informieren können, wie der Blutvorrat in den beiden Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen in Ihrer Blutgruppe aussieht, bieten wir Ihnen ab sofort auf unserer Website unter http://www.blutspende.de/startseite/startseite.php. das Blutspendebarometer. Es zeigt an, wie groß der Vorrat an Blutprodukten der einzelnen Blutgruppen ist. Ihre Blutgruppe ist auf Ihrem Blutspendeausweis vermerkt.

 

Was es mit den Blutgruppen auf sich hat
Bei einer Blutübertragung ist es wichtig, dass sich die Blutgruppe des Patienten mit der des Spenders verträgt; am besten werden Bluttransfusionen blutgruppengleich durchgeführt. Andernfalls kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen bei der Blutübertragung kommen. Die Verteilung der Blutgruppen in der Bevölkerung ist unterschiedlich. Für die Blutgruppen A und 0 gibt es den größten Bedarf, weil die meisten Menschen in Deutschland eine dieser Blutgruppen haben. A Rhesus positiv haben beispielsweise 37 Prozent der Menschen und 0 Rhesus positiv fallen auf 35 Prozent der Deutschen. Doch auch die Blutgruppen B und AB sind wichtig. Denn immerhin insgesamt 16 % der Bevölkerung wollen mit einer dieser Blutgruppen versorgt werden.

 

Das Besondere: Blutgruppe 0 Rhesus negativ
Besonders wichtig sind Blutspenden, denen das Rhesusmerkmal fehlt. Patienten mit rhesusnegativen Merkmalen können nämlich auch nur Blutpräparate mit Rhesus negativen Merkmalen erhalten. Dies bedeutet, dass beispielsweise ein Patient mit der Blutgruppe A Rhesus negativ nur ein Blutpräparat mit dem Rhesusfaktor negativ erhalten kann. Darüber hinaus kann die Blutgruppe 0 allen Empfängern mit anderen Blutgruppen gegeben werden.

Blutpräparate von Rhesus-Negativen Spendern sind daher auch besonders gefragt, wenn in Notfallsituationen keine Zeit bleibt, um den Patienten vollständig zu untersuchen und schnell das Blut zur Verfügung gestellt werden muss. Dann zählt jede 0 Rhesus negativ-Spende. Die Blutgruppe 0 mit dem Rhesus-Faktor negativ hat also die größte Bedeutung in der Blutversorgung und kommt nur bei sechs Prozent der Bevölkerung in Deutschland vor.

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Erwin Kühne 20.11.2016, 22:07 Uhr

Meine Blutgruppe hat momentan ein "geringer Blutbestand". Bitte, habt noch etwas geduld; am 2.en Januar kommt - wenn alles in Ordnung ist - das "Blutspende Team Holland" wieder nach uns geliebter Ort Loßburg für eine Spende. ? Sorgt euch für etwas Schnee während unser Ferien? Bis bald!

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