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Blutspenden nach dem Urlaub?

21.07.2014

Stefanie Fritzsche

Sommerzeit, Urlaubszeit. In Hessen und Baden-Württemberg sind es nur noch wenige Tage, dann haben es die Schülerinnen und Schüler geschafft: Die Sommerferien beginnen und damit erreicht auch die Reisezeit ihren Höhepunkt. Die Koffer sind gepackt und los geht’s in ferne Länder. Gut erholt zurück, liegt die Einladung zum nächsten Blutspendetermin im Briefkasten. Doch darf ich überhaupt spenden?

Reisen ins außereuropäische Ausland bedeuten aufgrund von Infektionsgefahren mit verschiedenen Viren und Krankheiten häufig zeitlich befristete Rückstellung von der Blutspende. Aber auch für Teile Europas gelten sogenannten Sperrfristen. Natürlich zählt jede Spende, besonders in der Hauptreisezeit der Sommerferien. Dass wir Sie in diesem Fall bitten für einen bestimmten Zeitraum nicht zu spenden hat einen wichtigen Grund. Aus Ihrer Blutspende werden lebensrettende Medikamente gewonnen, und schon kleinste Krankheitskeime können für einen geschwächten Menschen (Empfänger der Spende) tödlich sein.

Malaria-Gebiete

Von der Blutspende zurück gestellt werden Sie für sechs Monate, wenn Sie sich beispielsweise in einem Malariagebiet aufgehalten haben. Dazu zählen Mittel- und Zentralafrika, Südamerika (z. B. Kolumbien) und auch Südostasien (z. B. Indien, Vietnam, Philippen, Indonesien). Eine Übersicht über alle Länder sind auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit zusammengestellt: http://dtg.org/laender.html

West-Nil-Virus

Neben dem außereuropäischen Ausland sind auch einige europäische Länder betroffen. Spendewillige, die sich in der Zeit vom 01. Juni bis 30. November über einen Zeitraum von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Gebiet mit Übertragung des West-Nile-Virus (WNV) auf den Menschen aufgehalten haben, sind von der Blutspende vier Wochen nach ihrer Urlaubsrückkehr zurückgestellt. Das West-Nil-Fieber ist eine durch das West-Nil-Virus (WNV) verursachte Infektion. Hauptüberträger des WNV sind verschiedene Stechmücken, die weit verbreitet – auch in Europa – sind. Beim Menschen verläuft das WNF in der Regel als fieberhafte Influenza-ähnliche Erkrankung mit abruptem Beginn, Kopf- und Rückenschmerzen. Neben den USA und Kanada sind u.a. Ungarn, Teile von Griechenland (Thessaloniki, Athen, Westgriechenland) und Italien (Nord-Osten rund um Modena) betroffen.

Sie waren bereits im Urlaub und sind sich nicht sicher, ob Sie spenden dürfen? Unsere Mitarbeiterinnen der Servicehotline stehen Ihnen montags bis freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr unter der Telefonnummer 0800 119 4 911 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz) für Rückfragen zur Verfügung.

Vor dem Urlaub zur Blutspende

Ihr Urlaub liegt noch vor Ihnen: Dann gehört die Blutspende auf die Vor-Urlaubs-Checkliste. Blutspendetermine in Ihrer Nähe vor der Urlaubsreise stehen Ihnen im Internet unter http://www.blutspende.de/infos-zur-blutspende/blutspende-termine/blutspendetermine.php zur Verfügung.

 

 

 

 

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