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Blutspender tun nicht nur für andere etwas Gutes sondern auch für ihre eigene Gesundheit - Die Blutspende ist das größte Bluthochdruck-Screening-Programm Deutschlands

09.10.2014

Fabienne Wittmann

Blutspender helfen nicht nur Kranken und Verletzten, sie tun auch etwas für ihre eigene Gesundheit. Neben der Untersuchung des Blutes wird beispielsweise bei jeder Blutspende auch der Blutdruck gemessen. Oft wird erst dabei der Bluthochdruck erkannt.

Der Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine sehr bekannte Volkskrankheit. Vor allem hier in Deutschland leiden bis zu 55 Prozent der Bevölkerung an der Gefäßkrankheit. Doch wie entsteht der Bluthochdruck? Bei jedem Herzschlag pumpt das Herz Blut durch die Gefäße. Dabei übt das Blut Druck von Innen auf die Gefäßwand aus. Ist der Druck über einen langen Zeitraum zu hoch, kommt nicht genügend Blut durch das Gefäß oder es kann reißen und ein Blutgerinnsel entsteht, was im Anschluss beispielsweise zu einem Herzinfarkt führen kann.

Bei über drei Millionen „gesunden“ Blutspendern führen die Blutspendedienste pro Jahr das größte deutsche Blutdruck-Screening durch. Vor jeder Blutspende wird während der ärztlichen Untersuchung der Blutdruck gemessen. Ist der Blutdruck systolisch zwischen 100-180 mmHg und diastolisch unter 100 mmHg, darf man Blut spenden. Es ist eine Vorsorgeuntersuchung, welche viele Vorteile bietet. „Da Hypertonie zumindest die ersten Jahre nicht weh tut, aber dennoch schadet, leisten wir hier einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung“, erklärt Dr. med. Markus M. Müller, Facharzt für Transfusionsmedizin und Hämostaseologie, DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen gGmbH in Frankfurt. „Viele Menschen leiden unter leichtem Bluthochdruck und merken es nicht einmal. Wenn man früh genug weiß, dass man unter Bluthochdruck leidet kann eine Behandlung zur Vermeidung der oben geschilderten Spätfolgen eingeleitet werden“, so Müller weiter.

Wer regelmäßig zur Blutspende kommt hat seinen Blutdruck im Auge und senkt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen. Denn der häufigste Auslöser dafür ist der Bluthochdruck.

 

Weitere Informationen zur Blutspende sind unter der gebührenfreien DRK-Service-Hotline 0800-1194911 und im Internet unter www.blutspende.de erhältlich.

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KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Johannes Reinders 26.12.2014, 10:28 Uhr

Für Leute mit Bluthochdruck könnte das Blutspenden eine Hilfe sein, weil Blutspenden wie ein Aderlass wirkt und der Blutdruck danach sinkt. Man tut sich selbst auch was Gutes.
Auch die Feststellung des Hämoglobin-Gehaltes ist
von großer Bedeutung und für mich selbst eine große
Motivation. Wenn der Hg-Gehalt zu niedrig ist, muss
mit einem Eisenpräparat nachgeholfen werden. Oder
bei erheblich zu niedrigem Hg-Gehalt könnte es ein
Hinweis auf eine ernsthafte Erkrankung sein, z.B. Krebs. Das wäre dann ein Grund, zum Arzt zu gehen.

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