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Das Wertvollste geben, was ein Mensch besitzt

06.03.2017

Stefanie Fritzsche

Meine neue persönliche Bestleistung sind sechs Minuten und 29 Sekunden. Nicht in höher, schneller, weiter. Sondern um 500 ml Blut zu spenden und ein Menschenleben zu retten. Parallel dazu werden noch drei Röhrchen gefüllt. Denn jede Blutspende muss vor der Weitergabe auf Krankheitserreger untersucht werden. Auch der Patient, der einmal von meinem Blutprodukt profitieren wird, darf versichert sein, dass ich gesund bin.

Vor der Entnahme werden noch Blutdruck, Puls, Herz, Atmung und der Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobinwert) kontrolliert. So belohnt mich die Blutspende mit einem eigenen kleinen Gesundheits-Checkup.

 

Im Sparkassen-Kundenzentrum am Europaplatz hat das DRK eine mobile Blutspendezentrale eingerichtet. Vor den Blicken Schaulustiger geschützt reiht sich Liege an Liege. Es ist umtriebig, aber keinesfalls hektisch. Die Schwestern und Ärzte des Blutspendedienstes Baden-Baden und die Helfer der Stadtbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes in Karlsruhe gehen äußerst umsichtig an die Arbeit.

 

Ich entscheide mich als Rechtshänder spontan für die linke Armvene und bekomme eine entsprechende Liege zugewiesen. Die Nadel zur Blutentnahme ist schnell gelegt. Hier sind Profis am Werk.

 

Sechs Minuten und 29 Sekunden, Zeit genug, um mit einer jungen Krankenschwester auf der Nachbarliege ins Gespräch zu kommen. Sie wollte eigentlich nur Geld abheben, sah die Aktion und entschied sich spontan, Blut zu spenden. „Jetzt wird mein Körper angeregt, neues Blut zu bilden“, begründet sie ihre Entscheidung.

 

Das ist richtig, bestätigt auch Eberhard Brachhold vom Blutspendedienst Baden-Württemberg. „Außerdem kann das frische Blut den Körper wieder besser mit Sauerstoff versorgen.“

 

Nach der Blutspende bleiben wir beide noch ein paar Minuten auf der Liege sitzen, lassen Seele und Beine baumeln, bis wir von einem Helfer zur Imbiss-Station begleitet werden. Mit kalten Getränken, warmem Eintopf, Obst und Kuchen verwöhnt uns dort die Sparkasse. Wir gönnen uns die Ruhepause in angenehmer Gesellschaft.

 

Blutspendeaktionen sind lebenswichtig, informiert uns Eberhard Brachhold. Täglich werden 15.000 Blutspender in Deutschland benötigt, um die Grundversorgung für Patienten, Unfallopfer und Langzeitkranke zu sichern. Das ist keine leichte Aufgabe, vor allem in einer Jahreszeit, in der viele potentielle Spender erkältungs- und krankheitsbedingt ausfallen.

 

War die Entscheidung richtig, Räume der Sparkasse Karlsruhe für einen Sondertermin zu nutzen? Eberhard Brachhold ist begeistert. Unter den Blutspendern fanden sich extrem viele Kunden und Sparkassenmitarbeiter, die zum ersten Mal gespendet haben. „Wir finden es Klasse, dass die Sparkasse so eine Aktion unterstützt“, äußern sich die Spender.

 

Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Irmgard Duttenhofer, Pressesprecherin der Sparkasse Karlsruhe

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