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Erstes Blutspendeforum des DRK-Landesverbands in Hessen mit DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen

13.07.2015

Stefanie Fritzsche

Rund 55 Teilnehmer des Landesverbandes des DRK in Hessen, den Kreisverbänden und dem DRK-Blutspendedienst trafen sich am vergangenen Samstag, 11. Juli, zum ersten Blutspendeforum in Hessen in Frankfurt. Der DRK-Landesverband hatte gemeinsam mit dem DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen in das Institut nach Frankfurt eingeladen.

Prof. Erhard Seifried, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen machte gleich zu Beginn deutlich: „Mit Ihrer Hilfe haben wir erreicht, dass wir mit nur wenigen Einschränkungen bis heute alle unsere Patienten in Hessen mit Blutpräparaten versorgen konnten. Blutspenden sind nach wie vor lebensnotwendig. Dafür danke ich Ihnen ausdrücklich.“ Auch Norbert Södler, Präsident des DRK-Landesverbandes Hessen hieß die Teilnehmer willkommen und bekräftigte, dass besonders in den Zeiten des Wandels im Gesundheitswesen eine solche Veranstaltung wichtig ist. Um die Veränderungen im Gesundheitswesen drehte sich dann auch der Vortrag von Dr. Markus Müller, Transfusionsmediziner und Abteilungsleiter Entnahme des DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen. Er stellte das Modellprojekt „Patient-Blood-Management“ vor, welches das Universitätsklinikum Frankfurt am Main zusammen mit dem Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie des DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen koordiniert. Das Patient-Blood-Management ruht auf den drei Säulen: Frühe Identifikation und ggf. Behandlung einer Anämie vor elektiven Eingriffen mit hoher Transfusionswahrscheinlichkeit, dem rationalere Einsatz von Blutkonserven sowie die Minimierung des Blutverbrauchs z. B. durch den Einsatz von „Schlüsselloch“-OP-Techniken oder von Cell Saver-Systemen.

Diese Entwicklungen bedeuten jedoch nicht, dass keine Blutspenden mehr benötigt werden. Denn trotz eines Rückgangs im Blutverbrauch sind wir in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau bei der Versorgung der Krankenhäuser mit Blutprodukten. Knapp 13.000 Blutspenden werden aktuell in Baden-Württemberg und Hessen pro Woche benötigt, um den Bedarf an den Krankenhäusern zu decken. Und diese müssen von Woche zu Woche erbracht werden.

Aus diesem Grund diskutierten die Teilnehmer am Nachmittag in verschiedenen Workshops die Frage, was die veränderte Situation für die Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen des DRKs bedeutet und wie sie sich gemeinsam auf die Veränderungen vorbereiten können. Eine Führung durch das Institut rundete das erste Blutspendeforum in Hessen ab.

 

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