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"Jeder sollte Blutspenden gehen" - Blitzumfrage unter den Besuchern beim DRK-Familientag im Karlsruher Zoo

09.05.2016

Stefanie Fritzsche

Blutspenden ist wichtig! - Dieses klare Votum trafen Besucher des DRK-Familientags im Karlsruher Zoo am Samstag vor dem Muttertag. 367 Interviewpartner hatten an einer Blitzumfrage des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg - Hessen teilgenommen und ihre persönliche Einschätzung zur Blutspende den Freiwilligen vom DRK-Ortsverein Durlach in den Block diktiert. Dabei hatte mehr als die Hälfte der Befragten selbst noch gar keinen Blutspende-Ausweis.

Am Samstag, 7. Mai stand der Zoologische Stadtgarten in Karlsruhe ganz im Zeichen des Roten Kreuzes. Unter vielen Mitmachstationen und Ausstellungen der Rettungskräfte hatte auch der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen einen Infostand aufgebaut und die Besucher zum Blutspenden befragt. "Jeder sollte Blutspenden gehen" oder "Es ist wichtig, dass Blut gespendet wird, sonst kann Kranken und Verletzten nicht geholfen werden", bekräftigten 92% der Befragten. Viele von ihnen (69%) konnten sich auch vorstellen, bei nächster Gelegenheit einen der Blutspende-Termine in der Umgebung zu besuchen.

 

367 Interviewpartner aus Karlsruhe und der Region, die meisten von ihnen zwischen 25 und 45 Jahre alt, waren bereit, Auskunft zu geben und kamen manchmal schon ins Grübeln, wenn nach der Blutgruppe gefragt wurde. Nur 57% kannten ihre Blutgruppe oder wussten zumindest wo sie steht. Fein heraus waren die 149 Befragten, die schon Blut gespendet hatten und nur kurz auf ihren Blutspende-Ausweis schauen mussten. Kostenlos werden gleich bei der ersten Blutspende Blutgruppe und Rhesusfaktor ermittelt und auf dem persönlichen Spende-Ausweis vermerkt.

 

Rund 80% der befragten Blutspender zeigten sich mit dem Ablauf der Blutspende-Termine des DRK zufrieden. Gute Atmosphäre, professioneller Ablauf, der ehrenamtliche Einsatz der Ortsbereitschaften und auch die Verpflegung wurden als Pluspunkte genannt. Auch schnelle Hilfe, wenn der Kreislauf dann doch nicht so richtig mitwill, wurde gelobt. Immerhin bekannten 13% der Befragten, dass ihnen vor dem Blutspenden doch immer etwas mulmig zumute wird.

 

207 der Befragten hatten bislang noch kein Blut gespendet. Häufige Gründe waren Medikamenten-Einnahme oder ganz einfach Angst vor der Nadel, oder die Befürchtung, die Blutabnahme nicht zu vertragen. DRK-Blutspendereferent Cüneyt Demirel konnte beruhigen: "Der kleine Pieks mit der Nadel ist schnell vergessen". Der Spender wird genauestens über alle Abläufe informiert und falls Probleme auftauchen, sind auf jedem Blutspende-Termin Helfer und Ärzte zur Stelle. Für einige jüngere Leute war das Thema noch nie aktuell: "Habe ich mir noch nie überlegt", oder "auf den Gedanken, Blut zu spenden bin ich noch gar nicht gekommen". Für sie war die Befragung ein Anreiz, doch einmal mit einer Blutspende direkt und ohne großen Aufwand anderen Menschen zu helfen und vielleicht zum Lebensretter zu werden.

 

Text/Foto: Eberhard O. Brachhold

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