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„Jeder sollte Blutspenden gehen“ - Blitzumfrage unter den Besuchern beim DRK-Tag in Mühlacker

01.06.2015

Stefanie Fritzsche

Blutspenden ist wichtig! - Dieses klare Votum trafen Besucher der Gartenschau Enzgärten in Mühlacker am vergangenen Wochenende. 374 Interviewpartner hatten an einer Blitzumfrage des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg - Hessen teilgenommen und ihre persönliche Einschätzung zur Blutspende den Freiwilligen vom örtlichen Jugendrotkreuz in den Block diktiert. Dabei hatte knapp die Hälfte der Befragten selbst noch gar keinen Blutspende-Ausweis.

Am Samstag, 30. Mai stand die Gartenschau in Mühlacker ganz im Zeichen des Roten Kreuzes. Unter vielen Mitmachstationen und Ausstellungen der Rettungskräfte hatte auch der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen einen Infostand aufgebaut und die Besucher zum Blutspenden befragt. „Jeder sollte Blutspenden gehen“ oder „Es ist wichtig, dass Blut gespendet wird, sonst kann Kranken und Verletzten nicht geholfen werden“, bekräftigten 96% der Befragten. Viele von ihnen (78%) konnten sich auch vorstellen, bei nächster Gelegenheit einen der Blutspende-Termine in der Umgebung zu besuchen.

 

374 Interviewpartner aus der Region und umliegenden Landkreisen, die meisten von ihnen zwischen 45 und 65 Jahre alt, waren bereit, Auskunft zu geben und kamen manchmal schon ins Grübeln, wenn nach der Blutgruppe gefragt wurde. Nur 68% kannten ihre Blutgruppe oder wussten zumindest wo sie steht. Fein heraus waren die 212 Befragten, die schon Blut gespendet hatten und nur kurz auf ihren Blutspende-Ausweis schauen mussten. Kostenlos werden gleich bei der ersten Blutspende Blutgruppe und Rhesusfaktor ermittelt und auf dem persönlichen Spende-Ausweis vermerkt.

 

Fast 90% der befragten Blutspender zeigten sich mit dem Ablauf der Blutspende-Termine des DRK zufrieden. Gute Atmosphäre, professioneller Ablauf, der ehrenamtliche Einsatz der Ortsbereitschaften und auch die Verpflegung wurden als Pluspunkte genannt. Auch schnelle Hilfe, wenn der Kreislauf dann doch nicht so richtig mitwill, wurde gelobt. „Der Kartoffelsalat könnte besser sein“, meinte eine Besucherin und wird zur nächsten Blutspende ein neues Rezept vorbeibringen.

 

160 der Befragten hatten bislang noch kein Blut gespendet. Häufige Gründe waren Medikamenten-Einnahme oder ganz einfach Angst vor der Nadel, oder die Befürchtung, die Blutabnahme nicht zu vertragen. DRK-Blutspendereferent Michael Molitor konnte beruhigen: „Der kleine Pieks mit der Nadel ist schnell vergessen“. Der Spender wird genauestens über alle Abläufe informiert und falls Probleme auftauchen, sind auf jedem Blutspende-Termin Helfer und Ärzte zur Stelle. Für einige jüngere Leute war das Thema noch nie aktuell: „Habe ich mir noch nie überlegt“, oder „auf den Gedanken, Blut zu spenden bin ich noch gar nicht gekommen“. Für sie war die Befragung ein Anreiz, doch einmal mit einer Blutspende direkt und ohne großen Aufwand anderen Menschen zu helfen und vielleicht zum Lebensretter zu werden.

 

Text/Foto: Eberhard O. Brachhold

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