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Unsere Ernährungstipps für Blutspenderinnen und Blutspender

22.11.2016

Stefanie Fritzsche

Ernährungstipps gegen Eisenmangel? Eisen ist nicht nur ein lebensnotwendiges, sondern auch das häufigste Spurenelement im Körper des Menschen. Es ist Bestandteil des Farbstoffs „Hämoglobin”. Dieser gibt den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ihre Farbe. Seine wesentliche Aufgabe besteht im Transport und in der Speicherung von Sauerstoff.

Daneben spielt Eisen eine wichtige Funktion in der Muskelarbeit und bei vielen enzymatischen Körperabläufen. Der gesunde menschliche Organismus enthält ca. 5 g Eisen, etwa die Hälfte davon befindet sich im Blut. Das Knochenmark eines Erwachsenen bildet jeden Tag ca. 250 Milliarden rote Blutkörperchen. Hierbei werden ca. 35-40 mg Eisen benötigt. Fehlt Eisen, so kommt es zur Blutarmut, der Eisenmangel-Anämie. Diese zeigt sich durch Müdigkeit, Blässe und Schwäche. Jeder Mensch hat täglich einen natürlichen Verlust an Eisen, den er durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung ausgleichen kann.

Bei regelmäßigen Blutspendern kann die Entwicklung eines Eisenmangels leicht festgestellt werden, denn vor jeder Blutspende wird der Eisenwert als sogenannter „Hb-Wert” gemessen. Er zeigt den Gehalt an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Körper an. Ein normaler „Hb-Wert” beträgt bei Frauen 11,7 – 15,7 g/dl, bei Männern 13,3 – 17,7 g/dl. Wird ein zu niedriger Hb-Wert gemessen, wird der Blutspender von der Spende zurückgestellt. Dies dient allein seinem eigenen Schutz.

Nach einer Blutspende kann der Körper den Verlust von Flüssigkeit durch viel trinken innerhalb von etwa 24 Stunden ausgleichen. Zum Neuaufbau von den verlorenen roten Blutkörperchen bzw. dem roten Blutfarbstoff wird hingegen vor allem Eisen als Rohstoff benötigt. Durch eine normale und ausgewogene Ernährung, die Fleisch und Gemüse erhält, können täglich ca. 5 mg Eisen in die Eisenreserve zurückgeführt werden. Damit wird der Eisenverlust durch die Blutspende in der Regel ausgeglichen.

 

Hier einige Tipps:

  • Trinken Sie Vitamin-C-haltige Getränke (Fruchtsäfte) und essen Sie Obst wie Ananas, Äpfel, Himbeeren, Mango. Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlicher Nahrung.
  • Essen Sie besonders eisenhaltige Speisen wie rotes Fleisch oder auch grüne und rote Gemüsesorten, getrocknete Pilze, Pfifferlinge, Gewürze, Petersilie, Trockenobst, Ei, Sardinen, Shrimps, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Pistazien, Hirse, Erbsen, Bohnen, Spinat oder auch Haferflocken.
  • Reduzieren Sie den Genuss von Kaffee und schwarzem Tee, besonders zu eisenhaltiger Nahrung. Auch Milch und Milchprodukte wirkend dann hemmend. Sie sind zwar gesund, enthalten darüber hinaus aber kaum Eisen.

 

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