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Auf die Blutgruppe kommt es an!

20.06.2017

Stefanie Fritzsche

A, B was? Ein kleines Blutgruppenlexikon. Jeder Mensch besitzt ein ganz bestimmtes Blutgruppenmuster, das durch die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bestimmt wird.

Diese festgelegten Muster nennen wir die Blutgruppen und diese sind unterschiedlich in der Bevölkerung verteilt. Es gibt die Blutgruppen A, B, 0 und AB und den sogenannten Rhesus-Faktor, welcher positiv und negativ sein kann. Der Name der Blutgruppe leitet sich von den Antigenen A und B ab, wobei die Blutgruppe 0 keins besitzt und die Blutgruppe AB wie der Name schon sagt beide. Aus der Kombination der Antigene mit dem Rhesusfaktor ergeben sich damit die acht Blutgruppenkombinationen 0-, 0+, A-, A+, B-, B+, AB und AB+.

Gerade für die Übertragung von Blut eines Spenders auf einen Patienten ist die Bestimmung der Blutgruppe unerlässlich, denn bei einer Bluttransfusion müssen die wichtigsten Merkmale von Spender- und Empfängerblut übereinstimmen. Andernfalls kann es zu lebensgefährlichen Komplikationen bei der Blutübertragung kommen.

Gleichzeitig ist der Rhesusfaktor zu beachten. Während dieses Merkmal für Rhesus-positive Patienten keine Bedeutung hat, dürfen Rhesusnegative Patienten nur Rhesus-negatives Blut erhalten. Daher sind Blutspenden, denen das Rhesusmerkmal fehlt besonders gefragt. Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise ein Patient mit der Blutgruppe A Rhesus negativ nur ein Blutpräparat mit dem Rhesusfaktor negativ erhalten kann. Darüber hinaus kann die Blutgruppe 0 allen Empfängern mit anderen Blutgruppen gegeben werden.

Blutpräparate von 0 Rhesus-Negativen Spendern sind daher auch besonders gefragt, wenn in Notfallsituationen keine Zeit bleibt, um den Patienten vollständig zu untersuchen und schnell das Blut zur Verfügung gestellt werden muss. Dann zählt jede 0 Rhesus-Negativ-Spende. Die Blutgruppe 0 mit dem Rhesus-Faktor negativ hat also die größte Bedeutung in der Blutversorgung und kommt nur bei sechs Prozent der Bevölkerung in Deutschland vor. Grundsätzlich zählt jede Blutspende. Durch die unterschiedliche Häufigkeit der Blutgruppen in der Bevölkerung und die Verträglichkeiten ist der Bedarf in der Medizin verschieden.

Wenn Sie wissen möchten, welchem Blutgruppentyp Sie mit Ihrer Spende helfen oder wer Ihnen das Leben retten könnte, schauen Sie einmal unsere Infografiken. Ihre Blutgruppen finden Sie in Ihrem Blutspendeausweis.

Weitere Infos: www.blutspende.de/blutgruppen

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Jens Hustig 16.07.2017, 18:55 Uhr

Kann man auch bei Einnahme von Xarelto (Blutverdünner) Blut spenden?
Habe leider keine Frageseite gefunden.
MfG

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