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Blutspenden nach Umzug in ein neues Bundesland? Kein Problem - Philip im Interview

14.03.2019

Greta Zicari

Philip Aschermann ist nicht nur begeisterter Buchblogger, sondern auch engagierter Blutspender. Der 29-jährige Wahl-Hesse schreibt auf seinem Literaturblog „Book Walk“ über Neuheiten aus dem Bereich Fantasy. Auf Twitter teilte er Infos zu seiner Blutspende mit seinen Followern. Wir haben mit ihm über die Blutspende gesprochen und wieso er Blut spendet.

Wann bist Du das erste Mal Blut spenden gegangen?
Das ist mittlerweile schon eine ganze Zeit her, denn zum ersten Mal war ich im Oktober 2007 Blut spenden.

Wie bist Du auf das Thema Blut spenden aufmerksam geworden?
Um ehrlich zu sein weiß ich das gar nicht mehr so genau. Ich war damals mit meinen Eltern und meinem Bruder zum ersten Mal beim Blut spenden. Ich habe mir bis zu dem damaligen Zeitpunkt keinerlei Gedanken dazu gemacht gehabt. Aber da ich zur damaligen Zeit nicht wusste, welche Blutgruppe ich hatte und das unbedingt wissen wollte, habe ich, als ich endlich 18 war und meine Eltern mich zur Blutspende animiert haben,die Chance genutzt und bin zum Blutspenden. Dadurch entwickelte ich auch erst ein wirkliches Bewusstsein für dieses Thema.

Was möchtest Du anderen über die Blutspende mit auf den Weg geben?
Ich hatte anfangs so meine Berührungsängste und mag auch nach wie vor die Vorstellung nicht, dass mir eine Nadel in den Arm gesteckt wird. Aber dies ist eigentlich kein dramatischer Akt und geht sehr schnell. Man muss sich vor nichts fürchten, man wird rundum umsorgt und selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass man Kreislaufprobleme bekommt, ist stets ein Arzt oder Mitarbeiter zur Stelle, um sich um dich zu kümmern. Der gesamte Vorgang, von der Aufnahme der Formalitäten bis zur eigentlichen Spende ist sehr einfach und bei aufkommenden Fragen wird tatkräftig geholfen. Ich selbst fühle mich, obwohl mir bewusst ist, dass mir eine Nadel in den Arm gestochen wird, jedes Mal bei der Blutspende wohl und das unabhängig wo ich zum Blutspenden gegangen bin. Ob in Niedersachsen oder jetzt in Hessen. Stets wurde man umsorgt und man braucht sich vor nichts zu fürchten. Nutzt die Chance, eine Blutspende in eurer Nähe wahrzunehmen. Bereuen werdet ihr es nicht!

Blutspenden darf man sobald man das 18. Lebensjahr erreicht hat. Wusstest Du, dass das Durchschnittsalter eines Erstspenders bei 29 liegt? Überrascht Dich das?
Dass das Durchschnittsalter tatsächlich so hoch ist, wie ich jetzt alt bin, hätte ich nicht gedacht. Wenn ich mich aber zurückerinnere und die letzten Blutspenden einmal Revue passieren lasse, dann hätte ich tatsächlich das Alter noch höher erwartet. Man hat da immer einen etwas subjektiven Blick drauf, da man, nur weil man selbst und sein näheres Umfeld eine gewisse Sache macht, einfach davon ausgeht, dass das andere genauso machen. Ich finde es einfach schade, dass das Thema anscheinend vor allem bei den jüngeren Menschen noch zu unbedeutend ist und würde mich sehr freuen, wenn das Bewusstsein auch hier geschärft werden würde.

Was motiviert Dich Blut zu spenden?
Ich selbst habe eine vergleichsweise seltene Blutgruppe, die lediglich rund 6% der Bevölkerung aufweist. Daher ist es umso wichtiger, dass man, auch aus Eigeninteresse, dazu beiträgt, dass es stets genügend Blutkonserven gibt. Zudem wird bei der Untersuchung das Blut näher überprüft, wodurch man direkt auch einen medizinischen Befund erhält, falls irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte. Echt praktisch.
Darüber hinaus produziert der Körper das entnommene Blut innerhalb kürzester Zeit nach und man kann mit der Spende ohne viel Aufwand wirklich Gutes tun. Nach wenigen Minuten ist man bereits fertig und als Dankeschön bekommt man eine leckere Mahlzeit. Ich denke, dass sich jeder diese Stunde jedes halbe Jahr einmal nehmen kann und sollte.

Wirst Du wieder Blut spenden?
Bei meiner letzten Blutspende war ich das erste Mal in einem anderen Bundesland Blut spenden und das war erst anfangs kompliziert. Ich hatte noch den alten Blutspendeausweis, der nur in Niedersachsen gültig war und deshalb musste erst einmal alles umgemeldet werden etc. Aber mittlerweile gibt es ja den neuen Blutspendeausweis, der bundesweit für alle DRK Verbände gültig ist, was ich erst einmal einen super Schritt in die richtige Richtung finde und da ich jetzt umgemeldet bin und zumindest den neuen Ausweis schon einmal beantragt habe, sind die bürokratischen Hürden auch erfolgreich genommen. Selbstverständlich werde ich daher auch weiterhin zum Blut spenden gehen. Ich war jetzt das 10. Mal spenden und hoffe, dass ich irgendwann die 100. geknackt habe.

Wir bedanken uns bei Philip für das Interview.
Mehr von Philip gibt es hier: https://book-walk.de/

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