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Ohne Blutspenden wäre Chemotherapie undenkbar - Weltkrebstag

01.02.2019

Greta Zicari

Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 500.000 Menschen neu an Krebs. Eine erschreckende Zahl. Während einer Behandlung sind viele Erkrankte auf Bluttransfusionen angewiesen und benötigen somit Ihre Hilfe. Zum Weltkrebstag am 4. Februar werfen wir einen Blick auf die aktuelle Lage.

Die Zahl der Krebserkrankungen mag erschrecken, allerdings gibt es im medizinischen Bereich große Fortschritte, um die Krankheit zu behandeln. Laut der deutschen Krebshilfe können etwa 50% aller erwachsenen Krebspatienten und vier von fünf Kindern heute geheilt werden. Die meisten Patienten müssen eine Chemotherapie machen, die den Körper, und vor allem die Blutproduktion, stark beinträchtigen. Daher sind viele Patienten während Ihrer Behandlung mehrfach auf Bluttransfusionen angewiesen. Da sich eine Behandlung über einen längeren Zeitraum ziehen kann, ist es nicht überraschend, dass etwa 19% des Blutes für Krebspatienten genutzt wird.

Warum wird Blut benötigt?

Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir einmal untersuchen, was bei einer Behandlung eigentlich genau passiert: Bei einer Chemotherapie wird die Zellteilungsfähigkeit der Krebszellen angegriffen. So kann dem Krebs Einhalt geboten werden, leider werden dabei aber auch körpereigene Zellen angegriffen, z.B. das Knochenmark. Somit kommt es zu Störungen bei der Blutzellenbildung. Blutungen und Blutarmut sind daher Nebenwirkung dieser komplexen Behandlung.
Eine Blutarmut, auch Anämie genannt, tritt dann auf, wenn ein Mangel an roten Blutzellen (Erythrozyten) entsteht. Dies kann durch die Krebserkrankung selbst oder durch die Behandlung hervorgerufen werden. Zu Blutungen und einer Gerinnungsstörung kommt es, wenn die Blutplättchen, (Thrombozyten), im Rahmen der Krankheit oder der Behandlung geschädigt werden.
Aber nicht nur hierfür wird Blut benötigt, teilweise müssen auch komplexe Operationen vorgenommen werden, z.B. zur Entfernung von Darmkrebs und Lebermetastasen. Bei diesen Operationen können Komplikationen, u.a. starke Blutungen, auftreten, sodass Bluttransfusionen nötig werden.

Weltkrebstag – Aufklärung über Möglichkeiten der Krebsprävention

Die Welt-Krebsorganisation (UICC) möchte den Weltkrebstag 2019 dazu nutzen, um über verschiedene Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung aufmerksam zu machen. Die in Deutschland bekanntesten und am meist verbreiteten Krebsarten sind: Brust-, Prostata- Gebärmutterhals-, Haut-, Darm- und Lungenkrebs. Mittlerweile sind jedoch mehr als dreihundert verschiedene Krebsarten bekannt. Vorbeugende Maßnahmen sind z.B. Hautkrebs-Screenings, regelmäßige Voruntersuchungen beim Frauenarzt oder die HPV Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Auch durch einen gesunden Lebensstil können Sie das Risiko senken. Die deutsche Krebshilfe empfiehlt ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung, ein rauchfreies Leben, geringen Alkoholkonsum, regelmäßige Bewegung sowie ein normales Körpergewicht.

Blutspenden kann Aufschlüsse auf eine Früherkrankung geben

Auf Instagram hat Andrea Plock Ihre Geschichte mit uns geteilt. Ihr Mann, ein Mehrfachspender, war im November 2017 bei einem Blutspendetermin und als der Hämoglobinwert gemessen wurde, wurde ein ungewöhnlich niedriger Eisenwert festgestellt. Ihm wurde empfohlen dringend seinen Hausarzt zu ersuchen, um dies untersuchen zu lassen. So konnte sein Darmkrebs frühzeitig festgestellt und behandelt werden. Auf Instagram schrieb die junge Mutter: 
Heute möchte ich einmal auf ein ganz besonderes Thema aufmerksam machen! Und es passt einfach zum #daddydienstag Es geht um das Thema Blutspende @drkblutspende ! Blutspenden kann nämlich nicht nur das Leben anderer, sondern auch das eigene Leben retten! Wir mussten in diesem Jahr diese schmerzliche Erfahrung machen! Wäre mein Mann nicht im letzten Jahr zur Blutspende gegangen, dann hätte man vielleicht nie seinen Darmkrebs festgestellt! Das letzte halbe Jahr war mehr als anstrengend für uns alle...OP, Chemotherapie etc. Jetzt ist es geschafft, die heutige Abschlussuntersuchung war gut! Trotzdem wird es auch in den nächsten Jahren immer in unseren Köpfen bleiben und auch die Angst wird nie ganz verschwinden. Achtet auf euch und auf eure Gesundheit und geht #Blutspenden

Helfen Sie jetzt

Ihre Blutspende ist für die Behandlung von Krebspatienten essenziell. Nach der Spende wird das Blut in die einzelnen Bestandteile aufgeteilt: Erythrozyten werden dann z. B. bei Patienten, die an Anämie leiden eingesetzt. Auch Thrombozyten werden von Krebspatienten benötigt, und zwar um die Blutgerinnung und Blutstillung zu gewährleisten. Das Plasma enthält Nährstoffe sowie Faktoren für die Blutgerinnung. Mit einer Spende können Sie im besten Falle also bis zu drei Patienten helfen oder sogar ein Leben retten. Helfen Sie noch heute einem Krebspatienten und informieren Sie sich über Blutspendetermine in Ihrer Nähe: www.blutspende.de/termine

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