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Roßdorf: Gemeinsam für die Blutspende

22.01.2019

Greta Zicari

Um die Menschen in Roßdorf zum Spenden zu motivieren und neue Erstspender zu gewinnen, hat sich der DRK- Ortsverein Unterstützung von lokalen Berühmtheiten geholt: Handball- und Basketballspieler sowie Vorstandsmitglieder des Rossdörfer Carneval Clubs sind die neuen Gesichter der Blutspende in Roßdorf.

Auf dem Roßdorfer Blutspendetermin am 21.01.2019 in der Alten Turnhalle erschienen auffällig viele Blutspender in Sportlertrikots. Dies hatte auch einen Grund: Für den Blutspendetermin holte sich der DRK- Ortsverein Unterstützung von einigen Abtleitungen der Sport-und Kulturgemeinde "SKG Roßdorf 1877 eV“. Gemeinsam mit dem DRK-Blutspendedienst  machten sich lokale Handballer, Basketballer sowie Mitglieder des Rossdörfer Carneval Club stark für die Patientenversorgung im Kreis Darmstadt-Dieburg, in dem sie für Werbeplakate mit dem Slogan: "Ich schenke Leben, ich spende Blut" posierten. Darunter Heike Heller-Daum, Vorsitzende des Jung-Torros Fördervereins, Julian Lexa, Center bei den ersten Herren des Torros, Andrée Müller, Vorstandsmitglied beim Rossdörfer Carneval Club, Monia Bickert, Sanitäterin und Kreisläuferin bei den Damen der SKG Roßdorf und Dennis Stelzer, Torwart des MSG Roßdorf/Reinheim. Natürlich ließen sie der Worte auch Taten folgen und waren bei der gestrigen Blutspende dabei.

Zusätzlich zu der Plakatwerbung unterstützte die Abteilung Handball der SKG Roßdorf das wichtige Thema mit Anzeigen auf den Screens bei den Heimspielen der Handballer sowie durch Social Media Aktivitäten auf Facebook und Instagram. Die Idee sich gemeinsam für die Region in Sachen Blutspende stark zu machen entstand durch die Kooperation des DRK, der Sanitätsdienste bei den Veranstaltungen des Vereins übernimmt. Handballerin Monia Bickert, die auch Sanitäterin beim DRK ist, entwickelte gemeinsam die Idee mit Harro Schattschneider, Public-Relations-Beauftragter des SKG Roßdorf Abteilung Handball. Bickert ist aktive Blutspenderin und bemerkte, dass unter den Mitspielerinnen und Mitspielern noch viele Nicht-Spender dabei waren. Das wollte sie ändern. Deshalb ist sie auch selbst auf den von Schattschneider designten Plakaten zu sehen.

Die Kreisspielerin ist durch ihre Eltern, die beide im DRK-Ortsverein Roßdorf aktiv waren, zur Blutspende gekommen. Ihre Mutter war selbst aktive Spenderin und bereits mit 16 hat sich Bickert ihren ersten Ausweis mit ihrer Blutgruppe ausstellen lassen. Mit 18 durfte sie dann das erste Mal spenden und ist gemeinsam mit ihrer Mutter zur Blutspende gegangen. Seit 2015 ist sie auch im Ortsverein aktiv, und ihre Arbeit führt ihr täglich vor Augen, wie wichtig das Thema Blutspende ist. „Außerdem fühle ich mich danach auch fitter“, erzählt sie, „Es ist ein halber Liter Blut, den man bei der Blutspende abgibt. Ich denke mir immer, ich habe so viel Blut im Körper, da kann es nicht schaden 500ml abzugeben.“ Da sie selbst Handballerin ist, wird sie von ihren Mitspielerinnen auch oft gefragt, wie lange man denn nach der Spende aussetzen muss. Ihr Tipp: Auf den eigenen Körper hören. „Das ist natürlich Körper- und Typabhängig“, antwortet die Handballerin, „Ich würde jetzt eine Stunde nach der Blutspende nicht gleich wieder ins Training gehen. Wenn aber ein paar Stunden zwischen der Spende und dem Training liegen, macht es mir als Vielfachspenderin nichts aus.“
Der DRK-Blutspendedienst empfiehlt am Tag der Blutspende keinen Sport zu machen und dem Körper etwas Ruhe zu gönnen.

Heike Heller-Daum, Vorsitzende des Jung-Torros Fördervereins, war ebenfalls auf dem Blutspendetermin in Roßdorf anwesend. Als Harro Schattschneider mit der Idee der Werbeplakate auf sie zugekommen ist, war die Teilnahme für die Mehrfachspenderin selbstverständlich.  Der Termin in Roßdorf war ihre 34 Spende. Sie selbst spendet seit ihr Mann nach einem Unfall Bluttransfusionen benötigte. „Es ist sehr wichtig Blut zu spenden“, sagt sie, „und es kostet mich nichts, außer etwas Zeit.“

Andrée Müller, Vorstandsmitglied beim Rossdörfer Carneval Club, ist ebenfalls schon lange aktiver Blutspender. Er fühlt sich nach einer Blutspende immer gut, da er nicht nur das Gefühl hat, jemand anderem geholfen zu haben, sondern auch, dass sein Blut „mal wie ausgetauscht wird“. Er nimmt seit Jahren nicht nur die Termine in Roßdorf, sondern auch in der näheren Umgebung wahr.

Drei Menschen, die stellvertretend für die vielen Vereinsmitglieder zeigen, wie einfach es ist, zu helfen. Für sie ist es ein kleiner Piks, der für einen Patienten lebensrettend sein kann. Da auf Grund von Alter und Demografie jedes Jahr regelmäßige Spender ausfallen, steht das DRK vor der Herausforderung genügend neue Spender zu gewinnen. Auch in Roßdorf waren die Zahlen rückläufig. 2017 kamen noch 297 Spendewillige mit 15 Erstspendern in Roßdorf zu den Terminen. 2018 starteten dann Bickert und Schattschneider die Aktion und es konnten schon 365 Spendewillige und 23 Erstspender gewonnen werden.  Auch Harro Schattschneider traute sich 2018 zum ersten Mal und ist seitdem als Blutspender in der Gemeinschaft der Lebensretter dabei.

Seit der Aktion haben  sowohl Heike Heller-Daum als auch Monia Bickert vermehrt Fragen aus dem Bekanntenkreis zum Thema Blutspende bekommen. Sie denken, dass es für viele Bekannte und Freunde wichtig war, ein Gesicht zur Blutspende zu haben. Auch Dennis Stelzer wurde schon von Bekannten auf die Werbeaktion angesprochen. Der Handballer freut sich, das so viele aus der Mannschaft mitgezogen sind und zum Blut spenden erschienen sind. Immer wieder grüßte er auf dem Blutspendetermin bekannte Gesichter. Auch er spendet schon seit er 18 Jahre alt ist, und ist damals durch Freunde beim Deutschen Roten Kreuz auf die Blutspende aufmerksam geworden.

Public-Relation-Verantwortlicher Schattschneider zeigt sich bei der gestrigen Blutspendeaktion begeistert über den Erfolg. Stolze 128 Spendewillige und 14 Erstspender konnte das DRK vor Ort begrüßen. „Es ist einfach wichtig im Gespräch zu bleiben.“, bilanziert er und bekommt Unterstützung: Kai Sommerschuh, Feuerwehrmann spendete gestern zum 10. Mal.  Der 25-jährige geht seit seinem 18. Geburtstag regelmäßig spenden. Er freut sich, dass wieder mehr Leute zum Blutspenden kommen. „Das sah zwischendurch auch schon mal ganz anders aus.“, erinnert er sich.

Die gelungene Aktion ist zugleich ein Ansporn für die Zukunft. Monia Bickert und Harro Schattschneider planen schon die nächsten Aktionen wie z. B. einen Vereinswettbewerb bei dem die unterschiedlichen Abteilungen um die Krone der meisten Blutspenden antreten können.

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test-neu 14.02.2019, 14:01 Uhr

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Test3 13.02.2019, 16:27 Uhr

Dies ist Test Nr 3 zu den Kommentaren

Test2 13.02.2019, 16:09 Uhr

Dies ist der zweite Test

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