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Wir haben uns getraut – Als Familie zum ersten Mal zur Blutspende

08.01.2019

Greta Zicari

Greta arbeitet seit letztem Jahr in der Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendedienstes. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit, sie ging zum ersten Mal mit ihrer Mutter zur Blutspende. Das Redaktionsteam hat die beiden danach gefragt, warum sie sich dafür entschieden haben und wie sie ihre erste Blutspende fanden.

 

Warum habt ihr Euch entschieden Blutspenden zu gehen?

Christiane
: Ich habe mich dafür entschieden Blutspenden zu gehen, weil meine Tochter mich dazu eingeladen hat. Ich hatte das bis dahin noch nicht wirklich erwogen.  Ich habe mich irgendwie bisher noch nie angesprochen gefühlt. Auch wenn ich die Aufrufe gesehen habe, so habe ich die nie auf mich persönlich bezogen. Erst, als ich wirklich persönlich angesprochen worden bin, habe ich ja gesagt. Außerdem mache ich gerne Sachen, die ich vorher noch nie gemacht habe und Blutspenden gehörte dazu.

Greta: Das erste Mal bin ich mit der Blutspende während meines Studiums in Berührung gekommen, als der DRK-Blutspendedienst an unserem Unicampus war. Da hatte ich aber zwischen meinen Vorlesungen leider keine Zeit. Seitdem wollte ich eigentlich immer mal Blutspenden gehen, habe es aber zwischenzeitlich wieder vergessen und habe mich auch ehrlich gesagt nicht so recht getraut. Durch meine Arbeit beim DRK und die vielen Informationen, die ich über den Blutspendeprozess erhalten habe, habe ich neuen Mut gefasst und habe mich bewusst über anstehende Termine informiert und bin gegangen. Besonders beeindruckt hat mich, dass ich erfahren habe, dass die Thrombozyten (Blutplättchen) nur vier Tage haltbar sind, und gerade die aber von so vielen Patienten benötigt werden. Also habe ich entschieden kurz vor den Weihnachtstagen zu spenden, da ich gehört habe, dass es gerade über Feiertage zu Engpässen kommen kann. Ich habe meine Familie darüber informiert und meine Mutter hat sich angeschlossen, das hat mich sehr gefreut.

Wusstet Ihr, dass das Durchschnittsalter eines Erstspenders 29 ist? Überrascht Euch das?

Christiane
:  Nein, ich wusste das nicht. Eigentlich finde ich das relativ jung. Wahrscheinlich, weil ich selber erst viel später Blutspenden gegangen bin.

Greta: Ich wusste es auch nicht und mich hat die Zahl ehrlich gesagt überrascht, da ich dachte die Menschen fangen schon viel früher an zu spenden. Da man ab 18 Jahren Blutspenden darf, nahm ich an, dass das Durchschnittsalter vielleicht bei 20/21 Jahren liegen würde.

Fazit zur ersten Blutspende?

Christiane: Die erste Blutspende fand ich echt interessant. Von der Registrierung, über die Arzt Besprechung, das tatsächliche Blutspenden bis hin zum anschließende Essen –ein spannender Ablauf! Was mich ein wenig überrascht hat, war das viele Infomaterial für Erstspender, die man direkt bei der Registrierung erhalten hat. Ich muss aber sagen, dass ich keinerlei Nebenwirkungen von der ersten Blutspende bemerkt habe und selbst die Einstichstelle war bereits nach einem Tag nicht mehr zu sehen. Ich fand's sehr nett, dass mit meiner Tochter zusammen zu machen.

Greta:  Ich kann mich dem anschließen: Es ist wirklich netter, wenn man Jemanden dabei hat, mit dem man nach der Spende zusammen ruhen und dann essen kann. Aber auch alleine lernt man schnell Leute kennen: Die Person neben sich auf der Liege oder vor einem in der Schlange. Als Tipp kann ich auch allen mit auf den Weg geben: Hört auf die Mitarbeiter vor Ort. Nach der Blutspende dachte ich, ich könnte sofort aufstehen und los laufen, aber die Kollegen vor Ort sagten mir, ich sollte erst noch kurz liegen bleiben, mich dann langsam aufsetzen und noch 5 Minuten sitzen bleiben und erst als ich mich aufgesetzt habe, habe ich auch gemerkt, dass mir doch etwas schummerig wurde und dann habe ich sehr gerne noch ein wenig gesessen.

Was möchtet Ihr anderen über die Blutspende mit auf den Weg geben?

Christiane: Man sollte keine Angst davor haben. Alles in allem war es eine ganz angenehme Erfahrung. Das Essen danach war für mich eine Überraschung. Ich war davon ausgegangen, dass es nur kleine Häppchen gibt, aber es gab ein komplettes Mittagessen. Der Tisch war auch sehr schön gedeckt. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, mit einem, einer Freundin oder einem Familienmitglied gemeinsam zu gehen, dann geht die Zeit schneller rum und danach hat man einen Partner beim Essen.

Greta: Das Blutspenden an sich dauert nur 5 -12 Minuten. Bei mir hat es fünf Minuten und ein paar Sekunden gedauert und es war wirklich nicht schlimm. Man liegt gemütlich auf einer Liege und kann sich mit der Person, die neben einem liegt unterhalten. Vorher sitzt man mit einer Ärztin oder einem Arzt zusammen und wird nach dem eigenen Wohlbefinden gefragt, Fieber wird gemessen und der Fragebogen gemeinsam durchgegangen, also kann man hier auch alle Fragen stellen, die man gegebenenfalls hat.

Werdet Ihr wieder Blutspenden gehen?

Christiane: Ich kann mir vorstellen, dass noch einmal mit meiner Tochter zusammen zu machen. Alleine weiß ich's nicht. Es ist schon von Vorteil, wenn man bei der Blutspende nicht alleine ist. Es ist schön zu wissen dass man anderen Menschen helfen kann und ich finde es total wichtig, dass Menschen Blutspenden gehen.

Greta: Ja, ich kann mir vorstellen wieder Blutspenden zu gehen. Das Gefühl mit einer wirklich kleinen Tat jemandem geholfen zu haben ist wirklich schön. Ich habe gelesen, dass jede dritte Person in ihrem Leben einmal Blut benötigt und das regt schon zum Nachdenken an: Wie viele Menschen aus meinem Freundes- oder Bekanntenkreis haben vielleicht schon Blut erhalten?  Gerade weil Blut nicht künstlich hergestellt werden kann, finde ich es wichtig Blutspenden zu gehen um die Versorgung zu gewährleisten.

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