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Woher kommt das AB0-Blutgruppensystem?

11.12.2019

Greta Zicari

Wir alle kennen das Blutgruppensystem AB0 - doch woher stammt es eigentlich? In unserem Blogartikel stellen wir Ihnen Karl Landsteiner vor, der als Entdecker des Blutgruppensystems gilt.

Entdeckt wurden die Blutgruppen erst um das Jahr 1900. Obwohl es mehrere Wissenschaftler gab, die zeitgleich ihre Existenz erforschten, gilt der österreichische Naturwissenschaftler Karl Landsteiner als ihr Entdecker. Um 1900 war eine Bluttransfusion noch mit großen Gefahren verbunden, da manches Blut sich nicht miteinander vermischen ließ und so tödliche Folgen hatte. Landsteiner erforschte diesen Zustand. 
In seinem Werk „Über Agglutinationserscheinungen normalen menschlichen Blutes“ beschrieb er erstmals seine Vermutung, es gebe verschiedene Blutgruppen. Später gelang es ihm, die Blutgruppenmerkmale A, B und 0 zu identifizieren.

Die Blutgruppe wird durch die Eiweißmerkmale auf der Außenhülle der roten Blutkörperchen bestimmt, die auf der Oberfläche entweder die Antigene A und/oder B enthalten. Blut der Blutgruppe A enthält Antikörper gegen
die Blutgruppe B und umgekehrt.
Das Blutgruppenmerkmal AB wurde erst zwei Jahre später von zwei Wiener Forschern entdeckt.
Menschen mit der Blutgruppe AB bilden weder Antikörper für die Blutgruppe A, noch für B, was sie zu Universalempfängern macht.

1930 erhielt Karl Landsteiner für seine Entdeckung den Nobelpreis für Medizin. Seine Forschung endete damit jedoch nicht. 1937 entdeckte er gemeinsam mit Alexander Solomon Wiener den Rhesusfaktor. Die Entdeckung der Blutgruppen und des Rhesusfaktors waren ein großer Durchbruch. Deshalb ist der 14. Juni, der Geburtstag von Karl Landsteiner, heute Weltblutspendertag.

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